Hyundai IONIQ electric im Test

Der ist richtig gut - Hyundai IONIQ electric

Hyundai IONIQ electric im Test | Foto: 163 Grad
Hyundai IONIQ electric im Test | Foto: 163 Grad

Der Hyundai IONIQ electric hat alles, was ein Elektroauto haben sollte – und das zu einem Preis ab 33.300 Euro Hersteller-UVP. Und schon gibt es für das Auto Lieferzeiten und Wartelisten. Ist der IONIQ elektro wirklich so gut? Ich habe ihn getestet.

Hyundai IONIQ electric – den Namen sollte man sich merken. Denn mit der Fließheck-Limousine, die seit Oktober 2016 in 3 Varianten angeboten wird, hat der Südkoreanische Hersteller anscheinend den Nerv seiner Kundschaft getroffen. Der Name“ IONIQ“ ist ein Wortspiel aus dem Englischen ION für das elektrisch geladene Atom und UNIQUE – einmalig. Das Auto gibt es in 3 Versionen: Hybrid, electric und Plug-In-Hybrid.

Der Hybrid funktioniert ähnlich wie ein Toyota Prius. Der kleine Akku mit 1,56 kWh Kapazität hilft dem Verbrenner über den Drehmoment-Berg und bietet kurze elektrische Sprints. Der Plug-In Hybrid hat einen grösseren Akku ( 8,9 kWh), lässt sich an der Steckdose nachladen und ermöglicht bis zu 50 kilometer rein elektrisches Fahren. Die spannendste Variante des Trios ist für mich aber der „electric“ – also die Elektro-Version mit reinem E-Antrieb ohne Verbrenner. Und genau diese Variante habe ich im Test. 

Hyundai IONIQ electric | Foto: 163 Grad
Hyundai IONIQ electric | Foto: 163 Grad

Erstklassiges Preis- / Leistungverhältnis

Das Wichtigste sei gleich vorweg gesagt: Den einen Grund, einen IONIQ electric zu kaufen, gibt es nicht. Es ist die Summe seiner Eigenschaften – bewertet mit dem Preis. Er kann fast alles, was man sich für ein solches Auto wünscht. 4,47 lang, Platz für 5 Personen, Kofferraum, umklappbare Rückbank, Praxisreichweiten von rund 250 kilometer, reichhaltige Ausstattung, 8 Jahre Herstellergarantie auf die Batterie … die Liste ließe sich noch weiter fortsetzen. Bereits in der Ausstattung „Trend“ für 33.300 Euro Preisempfehlung des Herstellers gibt es Navi, CCS Anschluss und vieles, was bei anderen Herstellern erst extra geordert und bezahlt werden muss.

Der Aufpreis für die Ausstattungen „Style“ und „Premium“ lohnt alleine schon wegen der Wärmepumpe und dem LED Abblendlicht. Einziges Manko ist die langsame Aufladung mit Wechselstrom. Das geht nur einphasig, bei 6,6 kW Ladeleistung ist Schluss – auch an der Wallbox. Schade. 

vollelektrischer Antrieb im Hyundai IONIQ electric | Foto: 163 Grad
vollelektrischer Antrieb im Hyundai IONIQ electric | Foto: 163 Grad

Trotzdem kann sich die Ausstattung sehen lassen. 2 Displays, Navigation, Apple Carplay und sogar kabelloses Aufladen des Smartphones – alles an Board. Der Kunde braucht nur aus 3 Ausstattungen, 6 Farben und 2 Innenausstattungen auszuwählen. Ach ja – ein Glasdach könnte er noch bestellen. Alles andere ist schon drin. Klasse gemacht.

Aufladen per CCS

Das reichhaltige Platzangebot und der grosse Kofferraum machen dieses Elektroauto zum vollwertigen Reisemobil. Mit der Aufladung per CCS Gleichstrom ist sichergestellt, dass auch längere Strecken und Urlaubsfahrten möglich sind. Dabei kann der IONIQ im Gegensatz zu vielen anderen Elektroautos mit bis zu 70 kW Gleichstrom über den CCS Anschluss aufgeladen werden. Die Besonderheit dabei ist auch die Ladekurve. Erst ab ca. 80% Ladestand im Akku nimmt die Ladekurve ab und die Ladeleistung wird reduziert. Eine vorhandene Infrastruktur von CCS Ladepunkten vorausgesetzt steht das Reisen im Elektro Hyundai dem eines Tesla kaum nach.

Reichweite des Hyundai IONIQ elektro

Ein grosses Plus ist die Effizienz des Autos – und damit die Reichweite. Aus den 28 kW holt Hyundai 280 km Reichweite heraus. Rechnerisch sind das 10 kWh Verbrauch auf 100 km. Dass man sogar noch darunter kommt, haben schon einige YouTube Kanäle bewiesen. Ich habe 11,4 kWh/100 km verbraucht und wäre damit 245 km weit gekommen – ohne grosse Einschränkungen oder wirklichkeitsfremde Fahrweise. Ein Grund dafür ist der sehr gute cw-Wert von 0,24.

Fazit meines Hyundai IONIQ electric Test: Das Auto ist eine echte Empfehlung für alle, die ein vollwertiges Elektroauto suchen.

Der Hyundai IONIQ elektro Test im Video -> Bitte anschauen. Es lohnt sich.


Was müssen Sie zum Hyundai IONIQ electric wissen ?
(Herstellerangaben)

  • 28 kWh Kapazität
  • Verbrauch 11,5 kWh/100 km NEFZ
  • bis zu 280 km Reichweite
  • AC Anschluss: Typ 2
  • AC max Ladeleistung: 6,6 kW (einphasig 32A)
  • Ladedauer 230 V Steckdose (2,3 kW): 12,5 Std.
  • DC Anschluss: CCS
  • DC max Ladeleistung: 100 kW

Optionen: Bei einem Elektroauto sind alle Extras und Optionen empfehlenswert, die sich nicht nachrüsten lassen und direkt der Reichweite bzw. dem schnelleren Aufladen des Autos dienen.  

Diese Optionen bringen beim Hyundai IONIQ electric mehr Reichweite:

  • Für die Versionen „Style“ und „Premium“ ist ein Wärmetauscher. Der sollte etwas Reichweite bringen, wenn die Heizung benutzt wird.
  • Ebenfalls bei „Style“ und „Premium“ mit an Board: LED Abblendlicht
  • beide Optionen sind bei der „Trend“ Ausstattung nicht bestellbar.

Diese Optionen machen das Aufladen flexibler oder Schneller:

  • Der IONIQ electric bringt in der Serie alles mit, was zum Aufladen gehört – inklusive der Ladekabel.

Andere technische Daten des Hyundai IONIQ electric

  • Elektroantrieb mit 120 PS (88 kW)
  • 295 Nm Drehmoment (Sport Modus)
  • Reichweite bis zu 280 km NEFZ
  • 0-100 in 9,9 sek.
  • Höchstgeschwindigkeit 165 km/h
  • Effizienzklasse A+
  • Preis ab 33.300 Euro
    (Angaben laut Homepage des Herstellers, Stand Mai 2017)

Forum zum IONIQ bei Going Electric

Der Hyundai bei ecomento.tv

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