Porsche Panamera 4e-hybrid im Test – Sportlimousine mit Stecker als PluginHybrid

Grün, Schnell und mit Stecker - Porsche Panamera 4e-hybrid

Porsche Panamera 4e hybrid im Test | Foto: 163 Grad
Porsche Panamera 4e hybrid im Test | Foto: 163 Grad

Über 60% aller Porsche Panamera Käufer weltweit entscheiden sich für die Plug-In Hybrid Variante. Was ist dran an dem Porsche Panamera 4e-hybrid ? 163 Grad hat die Sportlimousine aus Zuffenhausen getestet.

Zunächst einmal ist der Panamera ein typischer Porsche. Die Sitzposition, der Blick durch die Frontscheibe auf die flache Motorhaube mit den gewölbten Kotflügeln, die 5 Rundinstrumente, Drehzahlmesser in der Mitte, Zündschloss links – alles typisch Porsche und so auch in diesem Model vorzufinden. Der Wagen ist allerdings mit 5 m Länge, 2,16m Breite (inkl. Spiegel) und 2,17 t Leergewicht deutlich grösser als z.B. der Porsche 911. Wem das noch nicht reicht, der ordert die Executive Version mit 15 cm längerem Radstand und mehr Platz im Fond.

Trotz der Größe fährt sich der Panamera 4e-hybrid extrem angenehm und handlich. Für das gute Fahrgefühl sorgen Allrad-Antrieb, Luftfederung und die optionale Hinterachslenkung. Die macht das Auto z.B. im Stadtverkehr deutlich wendiger und auf der Autobahn ruhiger und angenehmer. Länge läuft.

Für die Hybrid-Technik stand der Porsche 918 Spyder Pate. Hier geht es also eher um Leistung als um das reine elektrische Fahren. Trotzdem lässt sich der Panamera Hybrid rein elektrisch bewegen. Bis zu 50 km Reichweite gibt der Hersteller an. In der Praxis habe ich bei Temperaturen um die Null Grad immerhin 34 km elektrische Reichweite geschafft – inklusive einem Autobahn-Anteil mit bis zu 120 km/h Geschwindigkeit.

Die Hybrid-Technik ist beim Porsche gut gemacht. Verbrenner und E-Motor gehen zusammen durch das 8-Gang DSG Getriebe in den Allrad-Antrieb hinein. Auf der Stellung „Hybrid“ entscheidet die Porsche Elektrik dabei selbst, welche Antriebsart gewählt wird. So geht z.B. auf der Autobahn der Verbrenner aus, wenn man den Fuss vom Gas nimmt und man segelt elektrisch ein Stück weiter. Wer den Panamera jedoch auf „Sport“ oder „Sport Plus“ stellt, der lernt die Limousine von Ihrer sportlichen Seite kennen. Jetzt läuft der Verbrenner mit erhöhter Drehzahl, um einen konstanten Akkustand sicherzustellen. In der Kombination stellen der V6 Turbo und die E-Maschine dann Ihre volle kombinierte Leistung von 462 PS ( 340 kw) und 700 Nm Drehmoment zur Verfügung. Das reicht für 4,6 Sek von 0 auf 100 und eine Spitzengeschwindigkeit von 278 km/h. 

Natürlich stellt sich hier die Frage nach dem E-Kennzeichen. Mit dem Buchstaben E am Ende des Nummernschilds ist der Panamera Hybrid vom Gesetzgeber gleichberechtigt mit z.B. einer Renault Zoe, Nissan Leaf oder einem Tesla Model S. Viele E-Auto Fahrer mögen das Auto als Provokation empfinden – insbesondere, wenn damit eine Ladesäule belegt wird obwohl der Hybrid doch mit Benzin weiterfahren könnte. Das ist aber der Marke Porsche nicht anzulasten und betrifft alle Hersteller. In den nächsten Monaten wird eine wahre Hybrid-Flut auf den Markt kommen. Darunter sind auch z.B. der Mercedes S-Klasse S560e, der Range Rover Sport PHEV und der Bentley Bentayga V8 Hybrid . Alle natürlich mit E-Kennzeichen und damit inklusive der Erlaubnis, Ladesäulen im öffentlichen Raum zu belegen und kostenlos in den Innenstädten zu parken.

Was mir aufgefallen ist: Ein Porsche ist doch irgendwie immer noch etwas Besonderes. Beim Überholen gibt es wenig Diskussionen, den einen Porsche gibt es nur in Schnell. Dafür gibts beim Einparken in der Stadt gelegentlich mal neidische Blicke. Obwohl in Hamburg reichlich teure Autos auf den Strassen unterwegs sind, ist der Neidfaktor beim Porsche immer noch genau so hoch wie das Überholprestige. 

Der Grundpreis für einen Porsche Panamera 4e-hybrid liegt bei 109.219 Euro. Die Preisliste ist 128 Seiten lang und bietet reichlich Möglichkeiten zur Individualisierung – mit entsprechenden Folgen für das Bankkonto. Mein Testwagen hatte eine unverbindliche Preisempfehlung von 139.302,20 Euro. 

Den Panamera 4e-hybrid sehe ich als Appetithappen auf den Porsche Mission E, den ersten batterieelektrischen Sportwagen der Marke Porsche. Mit 800V Fahrakku, 350 kW CCS Ladung und vollgasfestem Batteriemanagement könnte das ein echter Hit werden – zumal der Mission E in der Basisversion sogar noch etwas weniger kosten wird, als der Panamera 4e-hybrid. 

 


 

Was müssen Sie zum XXX wissen ?
(Herstellerangaben)
– 14 kWh LiION Fahrbatterie mit Temperatursteuerung
– Verbrauch kombiniert 15,9 kWh Strom und 2,5 l SuperPlus / 100 km
– elektrische Reichweite bis zu 50 km
– AC Anschluss: Typ 2
– AC max Ladeleistung: 3,6 kW (optional 7,2 kW)
– Ladedauer 230 V Steckdose (2,3 kW): 6 Std.
– DC Anschluss: –
– DC max Ladeleistung: –

Optionen: Bei einem Elektroauto sind alle Extras und Optionen empfehlenswert, die sich nicht nachrüsten lassen und direkt der Reichweite bzw. dem schnelleren Aufladen des Autos dienen.

Diese Optionen bringen beim Panamera 4e mehr Reichweite:
Die Panamera-Preisliste ist 128 Seiten lang. Es gibt reichlich Extras und Möglichkeiten zur Individualisierung.  Mit der elektrischen Reichweite haben die allerdings nichts zu tun. Achten Sie allenfalls bei Ihrer Rad-Reifen-Kombination darauf, dass breitere Reifen Reichweite kosten. 

Diese Optionen machen das Aufladen flexibler oder Schneller:
Serienmäßig lädt der Panamera mit 3,6 kW. Empfehlenswert ist der optionale On-board Lader mit 7,2 kW für 714 Euro Aufpreis. Damit lädt das Auto 2-phasig auf, die Ladezeit halbiert sich.

Andere technische Daten des Panamera 4e-hybrid

  • 6-Zylinder Turbomotor mit 330 PS / 243 kW
  • Elektroantrieb mit 133 PS / 100 kW
  • Systemleistung 462 PS / 340 kW und 700 Nm Drehmoment
  • Reichweite bis zu 240 km NEFZ
  • 0-100 in 4,6 sek.
  • Höchstgeschwindigkeit 278 km/h
  • Effizienzklasse A+
  • Preis ab 109.219 Euro
    (Angaben laut Homepage des Herstellers, Stand Februar 2018)

Porsche Website

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